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MZ ETZ 250 A Baujahr 1986 250ccm / 12,5 KW/ 21
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Hersteller:
VEB Motorradwerk Zschopau
IFA-Kombinat für Zweiradfahrzeuge DDR
Motor :
Einzylinder-Zweitakt Motor, stehend,
luftgekühlt
Charakteristisch
für die ETZ war erstmalig die Verwendung von Getrenntschmierung (Export),
ansonsten nach wie vor Gemischschmierung, Scheibenbremsen
(ein Lizenznachbau von Brembo) und 12-Volt-Elektrik.
Historie:
MZ Motorrad-
und Zweiradwerk war ein Motorradhersteller aus Zschopau im Erzgebirge in
Sachsen. Abgekürzt wird die Firmenbezeichnung mit MZ. Die Geschichte des Unternehmens
begann 1906,
als der Däne Jørgen Skafte Rasmussen eine leerstehende
Tuchfabrik
in Zschopau kauft. 1917
wurde das Warenzeichen DKW
geboren und 1922
begann die eigentliche Motorradproduktion. 1928 wurde DKW mit
60.000 Motorrädern die größte Motorradfabrik der Welt. Mit der RT 125,
einer Vorkriegsentwicklung, begann 1950 unter dem Markenzeichen „Industrievereinigung Fahrzeugbau
(IFA)“ wieder die Produktion in Zschopau, es wurden insgesamt nur 1.700 RTs
fertiggestellt, trotz der staatlichen Produktionsvorgabe von 5.000 Stück.
Materialknappheit ließ die Planerfüllung nicht zu. 1951 erschien das
erste fahrbare Modell des seitenwagen-tauglichen Motorrades mit
350-cm³-Zweitakt-Boxermotor und Kardanantrieb, der IFA BK 350. Ab 1956 heißen alle
Modelle nunmehr MZ. Im Juni folgte die MZ ES 250, im Dezember die MZ ES 175 und
auch die BK 350 kam mit gesteigerter Leistung und besserer Geräuschdämmung als
MZ BK 350 in den Handel. Die Fertigung der Baureihe RT lief nach 12
Produktionsjahren 1962 aus, es wurden bei MZ insgesamt 310.800 RTs gefertigt.
Die Produktion der ES 125/150
begann; das Modell hatte einen Blechpressrahmen, der in der Massenproduktion
einfacher zu fertigen war. Zusammen mit den daraus abgeleiteten Baureihen ETS 125/150
und TS 125/150
stellt sie mit ca. 900.000 Maschinen das bis heute meist gebaute deutsche Motorrad
dar. Zudem war sie das erste Motorrad mit asymmetrischem Abblendlicht überhaupt.
Im Jahr 1963 gewann das DDR-Nationalteam auf MZ-Motorrädern erstmals die Trophy
bei der Internationalen Sechstagefahrt.
Dieser Wettbewerb ist gleichbedeutend mit der Mannschafts-Weltmeisterschaft im Motorrad-Geländesport.
Es folgten fünf weitere Trophy-Siege auf MZ in den Jahren 1964, 1965, 1966,
1967 und 1969. Ein letzter Erfolg bei der Sechstagesfahrt gelang 1987 als die
DDR-Trophy- und Silbervase-Mannschaften den Wettbewerb gewannen. MZ wurde dabei
durch die Fahrer Jens Scheffler, Harald Sturm,
Uwe Weber,
Jens Grüner,
Mike Heydenreich und Udo Grellmann vertreten. Das ein millionste
Motorrad seit 1950 lief 1970
vom Band, eine MZ ETS
250 Trophy Sport. Die Baureihe ETZ wurde von 1981 bis 1991
gerfertigt. 1983
lief das zwei millionste Motorrad vom Band, eine MZ ETZ
250. Mit diesem Modell wurden Scheibenbremse und 12-V-Elektrik eingeführt,
beides damaliger Standard in der Motorradfertigung. Durch den einfachen Aufbau
der Fahrzeuge und die untereinander leicht austauschbaren Teile ist die MZ,
auch Emme oder Emmie genannt, ein „Volksmotorrad“, das auf Haltbarkeit und
Modellkontinuität setzte. Dabei ging es den Konstrukteuren eher um Fahrkomfort
als um sportliche Höchstleistungen. Trotz der wirtschaftlich schwierigen
Situation wurden aber auch weltweite Neuerungen wie beispielsweise das
asymmetrische Abblendlicht oder die Kettenschläuche eingeführt. MZ gehörte zu
den wenigen Firmen weltweit, die Motorräder mit Seitenwagen
ab Werk lieferten. Das hier ausgestellte Fahrzeug stammt von den Grenztruppen
der DDR Die Grenztruppen der DDR gehörten nicht zur NVA, waren aber wie die NVA
ausgestattet. Hierzu gehörten auch Motorräder wie die MZ ETZ 250 A.