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GONZE & SCHÜTTLER - DIE BERATER AG
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Die nachfolgenden Links, Infos + Texte stellen keine Rechtsberatung dar. Bei Erstellung der Texte haben wir uns bemüht, eine auch für Nichtsteuerfachleute verständliche Ausdrucksweise zu wählen. Dies geht teilweise zu Lasten einer am Gesetzeswortlaut orientierten Präzision. Für die Inhalte kann trotz größtmöglicher Sorgfalt keinerlei Gewähr übernommen werden. Bitte sprechen Sie über Konkretes mit dem Berater Ihres Vertrauens oder gerne auch mit uns.

Steuertipps allgemein - Brandaktuell

 

Solidaritätszuschlag verfassungswidrig ?

Obwohl bereits einmal festgestellt wurde, dass der Solidaritätszuschlag verfassungsgemäß (Aktenzeichen 2 BvR 1708/06 / BFH VII B 324/05) ist, hat das Finanzgericht Niedersachsen in einem aktuellen Steuerstreit die andauernde Festsetzung des Solidaritätszuschlag für verfassungswidrig erklärt und das weitere Verfahren unter  Hinweis auf Artikel 100 des Grundgesetzes, erneut an das Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung hierüber überstellt (Beschluss vom 25. November 2009, Aktenzeichen 7 K 143/08).

Das Finanzgericht begründet seine Auffassung damit, dass für die Finanzierung der Kosten der Deutschen Einheit ein langfristiger Finanzierungsbedarf besteht, der nicht über eine Ergänzungsabgabe gedeckt werden darf (Presseinfo vom 25.11.2009). Das Finanzgericht geht davon aus, dass das Solidaritätszuschlagsgesetz spätestens seit 2007 nicht mehr verfassungsgemäß ist.

Soweit auf dem Steuerbescheid kein Vorläufigkeitsvermerk nach § 165 Abs. 1 Nr. 3 AO angebracht ist (Siehe auch Erläuterungen im Bescheid), sollte fristgemäß Einspruch eingelegt werden.

Der Einspruch kann wie folgt begründet  werden:

Gegen den Bescheid über die Festsetzung des Solidaritätszuschlags in Form des Einkommensteuerbescheides ........... vom ...... legen ich/wir hiermit fristgemäß Einspruch ein.

Begründung:

Das Finanzgericht Niedersachsen hat in einem Verfahren (Az. 7 K 143/08) die Festsetzung des Solidaritätszuschlages für verfassungswidrig erachtet und die Entscheidung hierüber gem. Artikel 100 GG an das Bundesverfassungsgericht überstellt.

Dieser Rechtsauffassung schließe ich mich / wir uns an. 

Ich/Wir  beantrage(n) das Ruhen des Verfahrens gem. § 363 Abs. 2 Satz 2 AO bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in dem o.g. Verfahren.

Unterschrift

 

Für Mandanten unserer Kanzlei werden wir die notwendigen Einsprüche nach Aktenlage selbsttätig einlegen.

 

Dieter P. Gonze, Stb.

21.12.2009

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Aktualisiert (26. Juli 2010)

 

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