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GONZE & SCHÜTTLER - DIE BERATER AG
WIRTSCHAFTSBERATUNG   STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT
FRANKFURT - LEIPZIG - DÖBELN - NIDDERAU

Die nachfolgenden Links, Infos + Texte stellen keine Rechtsberatung dar. Bei Erstellung der Texte haben wir uns bemüht, eine auch für Nichtsteuerfachleute verständliche Ausdrucksweise zu wählen. Dies geht teilweise zu Lasten einer am Gesetzeswortlaut orientierten Präzision. Für die Inhalte kann trotz größtmöglicher Sorgfalt keinerlei Gewähr übernommen werden. Bitte sprechen Sie über Konkretes mit dem Berater Ihres Vertrauens oder gerne auch mit uns.

Steuerminimierung, Steueroptimierung und Steuervermeidung

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Zielorientierung / Grundsätze

In vielen Fällen können Steuerbelastungen durch frühzeitiges Handeln gemindert, zeitlich verschoben oder gar gänzlich vermieden werden. Dies gilt insbesondere für die Einkommens-/Körperschaftsteuer, Erbschafts-/Schenkungsteuer, Grunderwerbsteuer, Grundsteuer, Kfz-Steuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer. Eine erfolgreiche Steuerstrategie erfordert eine gewissenhafte Vorplanung und einen Überblick über die entscheidenden Dinge und ihre Zusammenhänge.

Soweit eine Entscheidung angedacht ist, die Einkommens- und Vermögensverhältnisse betreffen, sollten die steuerlichen Konsequenzen hieraus geprüft und aufgezeigt werden. Dann kann nach Gestaltungsalternativen oder Gestaltungsoptimierungen gesucht werden.

Im Einzelfall kann es sich um äußerst komplexe Vorgänge handeln. Geänderte Gestaltungen können Konsequenzen für andere Bereiche haben (Sozialversicherungsrecht, Krankenversicherungspflicht, Kürzung von Rentenansprüchen etc.), die es ebenso zu beachten gilt. Per Saldo muss eine optimierte Lösung zu einer geringeren finanziellen Belastung führen.

Nachfolgend eine Übersicht über Lebenssachverhalte, die erfahrungsgemäß steuerliche Gestaltungsspielräume bieten. Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben.

Typische auslösende Momente:

  • Verlust des Arbeitsplatzes
  • Regelungen zur Abfindung von Ansprüchen (Rente, Arbeitsplatzverlust etc.)
  • Gründung einer selbstständigen beruflichen Existenz
  • Der Erbfall / die vorzeitige Vermögensübertragung / Schenkung
  • Vorzeitige Kündigung von Lebensversicherungen
  • Die güterrechtliche Auseinandersetzung im Rahmen einer Scheidung
  • Kauf, Verkauf, Übertragung und Finanzierung einer Immobilie
  • Kauf, Verkauf, Aufgabe oder Übergabe eines Unternehmens
  • Die Unternehmenskrise: Liquidation / Insolvenz
  • Investitionen in Wirtschaftsgüter
  • Kapitalanlagen
Unternehmer / Gewerbetreibende / Selbständige / Freiberufler

–    Betriebsausgaben vor Kosten der privaten Lebensführung. Alle Ausgabenpositionen auf ihre betriebliche Veranlassung hin überprüfen. Genaue Belegführung und Dokumentation.

Typische Prüffelder:

  • Bewirtungsaufwendungen
  • Fahrzeugkosten
  • Reisekosten
  • Reparaturaufwendungen / Baumarktrechnungen
  • PC-Kosten
  • Telefonkosten / Handy und sonstige Telekommunikationseinrichtungen

–   Umqualifizierung von bisherigen Kosten der privaten Lebensführung in Betriebsausgaben. Nutzung der neuen Regelung  zur Aufteilung gemischter Aufwendungen (vergl. § 12 EStG i.V. m. BFH 21. 4.2010, VI R 5/07, BFH 17.12.2009, X B 115/09, BFH 10. 7.2008, IX R 90/07, BFH 18. 8.2005, VI R 32/03)

–   Aktivierung selbsteingebrachter Wirtschaftsgüter (Vorsicht: § 23 EStG/Besteuerung privater Veräußerungsgeschäfte)

–   Abschreibungsoptimierung durch die Inanspruchnahme des höchstzulässigen Abschreibungsvolumens (GWG-Sofoert-Afa, degressive Afa, Sonder-Afa, betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer überprüfen).

–   Sonderabschreibung für klein- und mittelständische Unternehmer (Eigenkapital bis 235.000 €) nach § 7g EStG – Eigenkapital überwachen/gestalten

–   Ausnutzung des Investitionsabzugsbetrags gem. § 7g EStG

–   Inanspruchnahme der Investitionszulage nach dem InvZulG 2005

–   steueroptimierte Gestaltung von Verträgen mit Angehörigen:

–   Ehegattenarbeitsvertrag

–   Arbeitsverträge mit mitarbeitenden Kindern (ab 15 Jahren)

–   Ausbildungsarbeitsverhältnisse mit Kindern (BA-Studium etc. gegen Lohn)

–   Arbeitsverträge mit sonstigen Angehörigen

–   400-€-Jobs für Angehörige

–   Anmietung von Gewerberäumen, Garagen, Carports und Parkplätzen, die bisher der Gesellschaft unentgeltlich überlassen wurden

-   Darlehensverträge mit Angehörigen (Konditionen wie unter Dritten üblich)

–   Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung (Pensionsrückstellungen/Zukunftssicherungen) für Mitarbeiter und mitarbeitende Familienangehörige und Gesellschafter

–   Reduzierung der Gewerbesteuer durch gestalterische Maßnahmen zur Vermeidung einer Überschreitung der steuerunschädlichen Hinzurechnungsgrenze für Zins-, Leasing- und Mietaufwendungen. Gegebenenfalls durch Aufspaltung oder / und Verlagerung des Unternehmens.

–   Übernahme von bisher im Privatvermögen gehaltener betrieblich genutzter Immobilien(teile) in das Betriebsvermögen soweit steuerlich und wirtschaftlich sinnvoll. Ggf. Vermögensübertragung zwischen den Ehegatten.

–   Übernahme bisher im Betriebsvermögen gehaltener Immobilien(teile) in das Privatvermögen soweit steuerlich und wirtschaftlich sinnvoll. Ggf. Vermögensübertragung zwischen den Ehegatten.

–   Ausnutzung des begünstigten Steuertarifs für thesaurierte Gewinne zur langfristigen Stärkung des Eigenkapitals und Vermögensbildung (§ 34a EStG) oder zur Verlagerung in Jahre mit niedrigeren Grenzsteuersätzen.

–   Steueroptimierte Umwandlung / Einbringung in eine Personen- oder Kapitalgesellschaft

-   Nutzungsüberlassungsvertrag zur befristeter Überlassung des Kundenstamms und Know-hows

–   Beteiligung an Start-Ups oder Risiko-GmbHs über GmbH & Still (atypisch stille Gesellschaft mit Beteiligungsoption)

–   Steueroptimierte Gewinnermittlung:

    1. bei Einnahmen-/Ausgabenrechnung:
        –  Vorverlagerung von Ausgaben (Wareneinkauf, Reparaturen, Zinszahlungen, Werbeauf­wen­dungen etc.)
        –  Verschiebung von Einnahmen
        –  Verschiebung von Anlagekäufen (Pkws), soweit hohe stille Reserven bei den Anlageabgängen zu erwarten sind

    2. bei Bilanzierern:
        –  Bildung betriebsüblicher Rückstellungen 
        –  Inventurbewertung

    3. bei Verlusten und niedrigen Einkünften:
        –   Gewinnerhöhung zur Ausnutzung der niedrigen Steuersätze
        –   Aktivierung von GWG
        –   Aktivierung von Leasing- und Mietsonderzahlungen
        –   Aktivierung von Anlauf- und Gründungskosten
        –   maximale Inventurbewertung bei Halb- und Fertigleistungen/-erzeugnissen  

    4. Bei KG-Beteiligungen (Kommanditisten) kann durch Einlagen etc. die Verlustverrechnungsmöglichkeit (Begrenzung durch § 15a EStG) erweitert werden.  

Kapitalgesellschaften (aus Sicht der Gesellschafter)

–   Sammlung von niedrig besteuerten Gewinnen (rund 30%) zur langfristigen steuerbegünstigten Vermögensbildung.

–   Gewinnausschüttungsoptimierung 
Auf eine Ausschüttung von Gewinnen sollte aus Sicht von Gesellschafter die uneingeschränkt im Unternehmen tätig sind, verzichtet werden. Die erwirtschafteten Gewinne sollte den Gesellschaftern eine angemessene Verzinsung des Gesellschaftskapitals bzw. der Anschaffungskosten für das Gesellschaftskapital gewähren. Dies kann auch durch eine Gewinnthesaurierung (Gewinn verbleibt zur Erhöhung des Eigenkapitals im Unternehmen) erfolgen. Die Gewinnentnahme erfolgt dann durch den späteren – ggf. steuerbegünstigten – Verkauf des Unternehmens /  Gesellschaftsanteils.

Die lfd. Lebenshaltungskosten des Gesellschafters sollten durch die vereinbarten Bezüge gedeckt werden. Die Zukunftssicherung durch eine pfändungssichere betriebliche Altersvorsorge.   

  • Schütt-aus-hol-zurück“-Verfahren zur Erhöhung der Unternehmensliquidität bei niedrigen Gesellschaftersteuersätzen oder Verlustverrechnungsmöglichkeiten.
  • Notwendige Gewinnausschüttung, bei einem niedrigen persönlichen Grenzsteuersatz, beispielsweise in Jahren mit Verlustverrechnungsmöglichkeiten (V+V).

–    steueroptimierte Gestaltung von Verträgen mit Angehörigen

–    Ehegattenarbeitsvertrag

–    Arbeitsverträge mit mitarbeitenden Kindern (ab 14 Jahren)

–    Arbeitsverträge mit sonstigen Angehörigen

–    400-€-Jobs für Angehörige

–    Anmietung von Gewerberäumen

–    Darlehensverträge mit Angehörigen

–    Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung (Pensionsrückstellungen/Zukunftssicherungen für Mitarbeiter und mitarbeitende Familienangehörige und Gesellschafter)

–   Umgestaltung in eine „GmbH & Still“ mit atypisch stillem Gesellschafter

–   Reduzierung der Gewerbesteuer durch gestalterische Maßnahmen zur Vermeidung einer Überschreitung der steuerunschädlichen Hinzurechnungsgrenze für Zins-, Leasing- und Mietaufwendungen. Gegebenenfalls Aufspaltung und /oder Verlagerung des Unternehmens.

–   Verlagerung von Ausgaben der privaten Lebensführung in den Bereich der betrieblichen Ausgaben durch Überprüfung und Gestaltung des Lebenssachverhalts

Typische Prüffelder:

  • Bewirtungsaufwendungen
  • Fahrzeugkosten
  • Reisekosten
  • Reparaturaufwendungen / Baumarktrechnungen
  • PC-Kosten
  • Telefonkosten / Handy und sonstige Telekommunikationseinrichtungen

–   Überführung einer bisher im Privatvermögen gehaltenen betrieblichen Immobilie zum höchstmöglichen Wert in das GmbH-Vermögen (Grunderwerbsteuerpflicht) zur Erlangung neuer Afa-   Volumen und steuerfreier Veräußerungsgewinne (nach 10 Jahren im Privatvermögen). Durch die günstige Steuerbelastung (rund 30%) kann eine schnelle Entschuldung erfolgen.

–   Rettung eines GmbH-Verlustes durch steueroptimierte Gestaltung

Zur steuerlichen Nutzung eines GmbH-Verlustes sind frühzeitig strategische Überlegungen anzustellen. Hierzu einige Eckpunkte:  

  • Verlust-GmbH übernimmt gewinnbringende GmbH
  • Zeitpunkt des GmbH-Verkaufs und damit Realisierung des Totalverlustes (GmbH-Anteil + etwaige Ges.-Darlehen) erfolgt im Jahr mit Gewinnverrechnungsmöglichkeiten.
  • Verlust-GmbH wird unter Beachtung der Bedingungen zur Verlustverrechnung in geänderter Form fortgesetzt.
    • Zuführung von Kapital und Sicherung von Gesellschafterrechten über die Gründung einer GmbH & Still (atypischen stillen Gesellschaft)

–    Steuerwirksame Sicherung eines Gesellschafterdarlehens   

  • Gewährung der GmbH wie unter Dritten üblich
  • Gewährung der GmbH zu „guten Zeiten“ mit Rangrücktrittserklärung

–    Frühzeitige Überlegung zur Nachfolgeregelung / Übernehmensübergabe gegen Versorgungsleistungen etc.

–    Bildung von Kapital durch An- und Verkauf gewinnbringender Kapitalgesellschaften im Rahmen einer GmbH (Realisierung von steuerfreien Veräußerungsgewinnen).  

–    Frühzeitige Überlegungen zur Erlangung des Verschonungsabschlags bei Anteilsübergaben / Schenkungen   

  • Beteiligungsquote mind. 25,1%
  • Niedriges oder kein Verwaltungsvermögen in der GmbH

–        GmbH-Vertragsscheck zur Steueroptimierung  

  • Statt Einziehungsklausel evtl. Zwangsabtretung quotal an verbleibende Gesellschafter
  • Überprüfung etwaiger ungültiger Wertermittlungsklauseln zur Ermittlung von Abfindungs-/Anteilsansprüchen

   

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Aktualisiert (02. November 2010)

 

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