Startseite >> Steuertipps Übersicht >> GmbH´s / Kapitalgesellschaften

GONZE & SCHÜTTLER - DIE BERATER AG
WIRTSCHAFTSBERATUNG   STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT
FRANKFURT - LEIPZIG - DÖBELN - NIDDERAU

Die nachfolgenden Links, Infos + Texte stellen keine Rechtsberatung dar. Bei Erstellung der Texte haben wir uns bemüht, eine auch für Nichtsteuerfachleute verständliche Ausdrucksweise zu wählen. Dies geht teilweise zu Lasten einer am Gesetzeswortlaut orientierten Präzision. Für die Inhalte kann trotz größtmöglicher Sorgfalt keinerlei Gewähr übernommen werden. Bitte sprechen Sie über Konkretes mit dem Berater Ihres Vertrauens oder gerne auch mit uns.

Besondere Hinweise beim Verkauf von Geschäftsanteilen einer Kapitalgesellschaft (GmbH/AG)

Die nachfolgende Aufzählung von Besonderheiten beim Verkauf von Geschäftsanteilen ist nicht abschließend, sondern geht  nur auf einige, häufig in der Praxis leicht zu übersehende aber bedeutende Sachverhalte ein.

1.    Verlustvortrag beim Kauf/Verkauf von Geschäftsanteilen

Zur Vermeidung eines Gestaltungsmissbrauchs (Verkauf von Verlustvorträgen u.a.) hat der Gesetzgeber seit Jahren eine Reihe von Vorschriften erlassen, die ebenso wieder durch die Rechtsprechung weiterentwickelt wurden. Die Neufassung des § 8c KStG (Körperschaftsteuergesetz) seit dem Jahre 2008 und die hierzu wiederum ergangene Rechtsprechung gilt es zu beachten um eine Verlustverrechnung mit zukünftigen Gewinnen nach einem Gesellschafterwechsel zu ermöglichen. 

2.    Grunderwerbsteuerpflicht beim Kauf/Verkauf von Geschäftsanteilen

Auch wenn der Grundbesitz sich im Eigentum der Kapitalgesellschaft befindet, kann es bei einem Gesellschafterwechsel zur Auslösung weiterer Grunderwerbsteuertatbestände kommen.

Die ist gem. § 1 Abs. 3 GrEStG der Fall, soweit sich durch einen Anteilsverkauf erstmals 95 % aller Anteile auf einen Gesellschafter vereinen. Dies auch bei einer mittelbaren Beteiligung. Maßgebend ist dann der tatsächliche Einfluss (Sachherrschaft) des Gesellschafters. (BFH Urteil vom 2.4.2008, II R 53/06, DB 2008, 1304; BFH/NV 2008, 1268).

Beispiel:  Bisheriger Gesellschafter A der XY-GmbH, der mit 50 % an der Gesellschaft beteiligt ist, erwirbt vom Gesellschafter B der XY-GmbH 50 % der Anteile und ist damit Alleingesellschafter der XY-GmbH. Die XY-GmbH ist seit Jahren Eigentümer des Betriebsgrundstückes.

Folge:  Gesellschafter A wird mit Grunderwerbsteuer belastet, da sich erstmals 95 % aller Anteile bei ihm vereinen. Die Grunderwerbsteuerpflicht trifft ihn persönlich. Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer ist der Wert des Grundstückes im Gesellschaftsvermögen. Die anfallende Grunderwerbsteuer stellt für den Gesellschafter A „nachträgliche Anschaffungskosten“ auf den Geschäftsanteil dar, die bei einer Veräußerung seines Kapitalanteils entsprechend berücksichtigt werden muss.

Hinweis:  In einem Fall des Erwerbs von Geschäftsanteilen einer grundbesitzenden GmbH durch eine andere GmbH, hat der BFH entschieden, dass es sich bei der anfallenden Grunderwerbsteuer beim Anteilskäufer um sofort abzugsfähige Betriebsausgaben  handelt (BFH vom 20.04.2011 – I R 2/10).

17.12.2012

Dieter P. Gonze Stb.

Aktualisiert (17. Dezember 2012)

 

oder durchsuchen Sie alternativ
auch unser
Steuerlexikon
...hier

Login